Weißer Reiskocher mit geöffnetem Deckel und eine Schale gekochter Reis auf einer Küchenarbeitsplatte (Symbolbild)

Reiskocher kaufen: welche Größe, welche Programme – und was die Stiftung Warentest 5/2026 zeigt

Für eine Person oder für sechs, nur Basmati oder auch Milchreis und Gemüse: Drei Fragen entscheiden über den passenden Reiskocher. Dazu die vollständige Liste der 13 getesteten Geräte und was der Test zur Verbrennungsgefahr sagt.

13Geräte im Test 5/2026
3 Fragenzur richtigen Größe
6Geräte nach Haushaltsgröße
Transparenzhinweis: Wir führen keine eigenen Produkttests durch. Dieser Ratgeber wertet die frei zugänglichen Angaben der Stiftung Warentest sowie Hersteller- und Händlerangaben aus und ordnet sie redaktionell ein. Eigene Noten vergeben wir nicht, die Einzelnoten der Stiftung Warentest sind kostenpflichtig und werden hier nicht wiedergegeben. Werbung: Die Amazon-Links sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber ein, erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Preise nennen wir bewusst nicht, maßgeblich ist der Preis auf Amazon.de zum Zeitpunkt des Kaufs.

Die erste Frage: für wie viele Personen?

Reiskocher werden mit sehr unterschiedlichen Größenangaben verkauft: mal in Litern Topfvolumen, mal in „Tassen“ oder „Bechern“, mal in Gramm Rohreis. Das macht den Vergleich schwer. Die Stiftung Warentest hat für ihre Geräte das Fassungsvermögen in rohem Reis angegeben – von Mini-Geräten für rund 200 Gramm bis zu Modellen für 1,4 Kilogramm, was etwa 20 Portionen entspricht. An dieser Spanne siehst du, wie weit die Geräte auseinanderliegen.

Rechne deshalb vom Teller rückwärts. Als Beilage plant man pro Person etwa 60 bis 80 Gramm rohen Reis, als Hauptbestandteil eines Gerichts (Curry, Reispfanne, Bowl) eher 100 bis 125 Gramm. Reis nimmt beim Garen ungefähr das Doppelte bis Dreifache seines Gewichts an Wasser auf – aus 100 Gramm roh werden je nach Sorte rund 250 bis 300 Gramm gekochter Reis. Der Messbecher, der vielen Reiskochern beiliegt, fasst meist etwa 180 Milliliter, das sind grob 150 Gramm Rohreis.

HaushaltRohreis pro Mahlzeit (Hauptgericht)Sinnvolle GerätegrößeBeispiele unten
1 Person100–125 gMini, Innentopf um 0,6–1 LiterWMF Küchenminis
2 Personen200–250 gKlein, 0,8–1,2 LiterRussell Hobbs 0,8 L
3–4 Personen300–500 gMittel, 1,5–1,8 LiterReishunger 1,8 L, Reishunger Digital 1,5 L
5 Personen und mehr, Meal-Prepab 600 gGroß, ab 1,8 Liter, Familiengeräte mit 5 LiternTefal RK1038, Russell Hobbs XL

Faustregel: Ein Reiskocher arbeitet am zuverlässigsten, wenn er zwischen einem Viertel und drei Vierteln gefüllt ist. Ein riesiges Gerät für 200 Gramm Reis kocht oft ungleichmäßiger und braucht mehr Strom für Topf und Heizplatte. Wer meistens für zwei kocht und nur am Wochenende für Gäste, fährt mit einem mittleren Gerät besser als mit dem größten.

Ein zweiter Punkt, den viele übersehen: Meal-Prep. Wer sonntags für drei, vier Tage vorkocht, braucht dieselbe Größe wie eine Familie. Gekochten Reis solltest du dann schnell abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern, nicht stundenlang auf Warmhalten stehen lassen – dazu mehr im Abschnitt zu Arsen und Lagerung.

Die zweite Frage: einfach oder mit Programmen?

Die Stiftung Warentest hat zwei Gruppen geprüft: sieben einfache Reiskocher mit einem Schalter (Kochen, dann automatisch Warmhalten) und sechs Geräte mit Zusatzprogrammen wie Risotto, Milchreis oder Suppe. Das Ergebnis aus dem frei zugänglichen Teil: Wer nur Reis kocht, braucht die Zusatzfunktionen nicht. Die Programme sind ein Komfortgewinn, keine Voraussetzung für guten Reis.

Einfacher ReiskocherReiskocher mit Programmen
BedienungEin Hebel oder Schalter, schaltet nach dem Garen auf WarmhaltenDisplay, Programmwahl, oft Timer und Startzeitvorwahl
Typische ProgrammekeineWeißer Reis, Vollkorn, Sushi, Milchreis, Risotto, Dämpfen, teils Suppe oder Joghurt
Stärkenrobust, kaum Elektronik, kein Standby-Verbrauch bei mechanischem SchalterVollkorn- und Milchreis gelingen ohne Aufsicht, Timer für „Reis fertig zum Feierabend“
SchwächenVollkorn und Milchreis brauchen Erfahrung, kein Timermehr Bedienelemente, oft Standby-Verbrauch, höherer Preis
Passt zuBasmati, Jasmin, Langkorn als BeilageHaushalten mit vielen Reissorten und festen Essenszeiten

Ein unterschätzter Vorteil der Programmgeräte ist die Startzeitvorwahl: Reis morgens einfüllen, abends ist er fertig. Bei Reis, der mehrere Stunden im Wasser steht, gilt aber: Das klappt hygienisch nur, weil der Reis roh ist und erst danach gegart wird. Gekochten Reis lässt du nicht stundenlang lauwarm stehen.

Die dritte Frage betrifft das Topfmaterial. Antihaftbeschichtete Innentöpfe sind am leichtesten zu reinigen, vertragen aber keine Metalllöffel. Die Stiftung Warentest hat die Beschichtung der Innentöpfe mit einem Abriebtest geprüft. Edelstahl und Cromargan sind unempfindlich, dort kann aber eher eine Reiskruste am Boden haften. Keramikbeschichtungen liegen dazwischen.

Was die Stiftung Warentest 5/2026 gezeigt hat

Die Stiftung Warentest hat ihren Reiskocher-Test am 28.04.2026 veröffentlicht (Heft test 5/2026). Geprüft wurden 13 Geräte zu Preisen von etwa 27 bis 155 Euro. Sechs Reiskocher garen den Reis gut. Drei Geräte sind wegen Sicherheitsmängeln mangelhaft: Ihr Deckel wird sehr heiß, bei einem tritt zusätzlich heißer Dampf an der Taste zum Öffnen des Deckels aus. Teuer war dabei nicht automatisch besser.

So hat die Stiftung Warentest gewichtet:

PrüfpunktAnteil am UrteilWas geprüft wurde
Reis kochen45 %Basmati und Parboiled in kleinen und großen Mengen, Gar-Grad an verschiedenen Stellen im Topf, Dämpfen von Brokkoli
Handhabung25 %Bedienung, Anleitung, Befüllen, Reinigung
Verarbeitung10 %u. a. Abriebtest der Innentopf-Beschichtung
Sicherheit10 %Temperaturen berührbarer Teile, Dampfaustritt, elektrische Sicherheit
Stromverbrauch5 %Jahresverbrauch für zweimal 200 g Reis pro Woche inklusive Standby, Vergleich mit dem Kochtopf
Schadstoffe5 %Prüfung der Materialien; laut Test waren alle Geräte hier unauffällig

Was du daraus für den Kauf mitnehmen kannst: Das Kochergebnis zählt fast die Hälfte, die Sicherheit ist aber der Punkt, an dem drei Geräte komplett durchgefallen sind. Ein Reiskocher, der gut kocht, aber am Deckelgriff Verbrennungen riskiert, bekommt trotzdem ein schlechtes Gesamturteil.

Diese 13 Reiskocher waren im Test

Die Noten der einzelnen Geräte sind bei test.de kostenpflichtig, die Liste der geprüften Modelle ist dagegen frei einsehbar. Wir geben sie hier vollständig wieder, damit du siehst, ob ein Gerät, das dich interessiert, überhaupt geprüft wurde. Die Teilnahme am Test sagt nichts über das Ergebnis aus – auch die drei mangelhaften Geräte stehen in dieser Liste.

HerstellerModell laut Stiftung Warentest
CosoriCRC-R501-KEU
GastrobackDesign 42507
Gourmetmaxx14655
KoenicKRI 350225
PanasonicSR-DA152KXE
Philips3000 Series Mini HD3091/80
ReishungerBasis 1,2 l
ReishungerDigitaler Reiskocher 1,5 l
RemoReiskocher 1,2 l 6089400
RommelsbacherMRK650
Russell HobbsCook@Home 19750-56
WMFKüchenminis 0415260011
XiaomiMFB090-1

Wenn du ein Modell aus dieser Liste kaufen willst, lohnt sich die Freischaltung des Testberichts auf test.de: Dort siehst du, ob es zu den sechs guten oder zu den drei mangelhaften Geräten gehört. Bei Geräten, die nicht in der Liste stehen, helfen dir die Kriterien auf dieser Seite – vor allem der Blick auf Deckel und Dampfaustritt.

Die Geräte nach Haushaltsgröße

Sechs gängige Reiskocher, sortiert von klein nach groß. Bei jedem Gerät steht, ob genau dieses Modell im Test 5/2026 war. Die Beschreibungen beruhen auf Herstellerangaben.

WMF Küchenminis Reiskocher 220 W mit Lunch-to-go-Box und Dampfgarer1 Person
Mini-Reiskocher

WMF Küchenminis Reiskocher 220 W mit Lunch-to-go-Box und Dampfgarer

220 W1 L InnentopfDampfgarerCromargan

Der WMF Küchenminis ist ein kleiner Reiskocher mit 220 Watt und einem 1-Liter-Innentopf aus Cromargan, der zugleich als Lunch-to-go-Box mit Deckel dient. Laut Hersteller passen etwa 250 Gramm Reis hinein. Ein Dampfgareinsatz und ein abnehmbares Stromkabel gehören dazu, das Gehäuse ist schmal genug für kleine Küchen.

Bezug zum Test: Ja – der WMF Küchenminis (0415260011) steht in der Testliste 5/2026. Die Note ist bei test.de kostenpflichtig.

Passt zu: Singles, Büro-Mittagessen zum Mitnehmen, kleine Küchen.

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Russell Hobbs Reiskocher klein 0,8 L mit Dampfgarer-Einsatz2 Personen
Kleiner Reiskocher

Russell Hobbs Reiskocher klein 0,8 L mit Dampfgarer-Einsatz

0,8 LDampfgarer-EinsatzWarmhaltenAntihaft-Topf

Der Russell Hobbs Reiskocher (Modell 27030-56) fasst 0,8 Liter und hat einen antihaftbeschichteten Garpott, einen Glasdeckel, einen Dampfgarer-Einsatz und eine Warmhaltefunktion. Messbecher und Reislöffel sind dabei. Er arbeitet mit einem einfachen Schalter ohne Programme.

Bezug zum Test: Nein – von Russell Hobbs war das größere Modell Cook@Home 19750-56 im Test, nicht dieses Gerät.

Passt zu: Paare, Beilagenreis, wer ein einfaches Gerät ohne Display will.

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REISHUNGER Reiskocher und Dampfgarer mit Keramikbeschichtung (1,8 L)3–4 Personen
Reiskocher mit Keramiktopf

REISHUNGER Reiskocher und Dampfgarer mit Keramikbeschichtung (1,8 L)

1,8 LKeramikbeschichtungDampfgarer

Der Reishunger Reiskocher und Dampfgarer fasst 1,8 Liter und hat einen Innentopf mit Keramikbeschichtung. Er dämpft auch Gemüse und Fisch und ist für kleine Familien ausgelegt.

Bezug zum Test: Nein – von Reishunger waren die Modelle „Basis 1,2 l“ und „Digitaler Reiskocher 1,5 l“ im Test, nicht dieses Keramik-Modell.

Passt zu: Familien bis vier Personen, die einen Keramik-Innentopf möchten.

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REISHUNGER Digitaler Reiskocher und Dampfgarer 1,5 L (12 Kochmodi)3–4 Personen
Reiskocher mit Programmen

REISHUNGER Digitaler Reiskocher und Dampfgarer 1,5 L (12 Kochmodi)

12 Kochmodi1,5 LDisplay3 Jahre Garantie

Der digitale Reishunger-Reiskocher hat laut Hersteller 12 Kochmodi, ein Display, eine Warmhaltefunktion und drei Jahre Garantie. Er kocht neben weißem Reis auch Vollkorn-, Sushi- und Milchreis und dämpft Gemüse.

Bezug zum Test: Ja – der „Digitale Reiskocher 1,5 l“ von Reishunger steht in der Testliste 5/2026. Die Note ist bei test.de kostenpflichtig.

Passt zu: Haushalte mit vielen Reissorten, die Timer und Programme nutzen wollen.

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Tefal New Classic Reiskocher RK1038 (5 L, automatische Programme)Familie
Großer Reiskocher

Tefal New Classic Reiskocher RK1038 (5 L, automatische Programme)

5 LWarmhaltenDampfgarfunktionAntihaft-Topf

Der Tefal New Classic RK1038 fasst bis zu 5 Liter und arbeitet mit automatischen Programmen, sodass du ihn nicht überwachen musst. Er hat eine Warmhaltefunktion, einen entnehmbaren antihaftbeschichteten Topf und Zubehör zum Dampfgaren.

Bezug zum Test: Nein – Tefal war im Reiskocher-Test 5/2026 nicht vertreten.

Passt zu: Familien ab fünf Personen und Meal-Prep für mehrere Tage.

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Russell Hobbs Reiskocher XL 5 L Edelstahl mit Dampfgarer-EinsatzGäste
Großer Reiskocher

Russell Hobbs Reiskocher XL 5 L Edelstahl mit Dampfgarer-Einsatz

5 LEdelstahlDampfgarer-Einsatz

Der Russell Hobbs Reiskocher XL fasst 5 Liter und hat ein Edelstahlgehäuse sowie einen Dampfgarer-Einsatz. Er ist für große Mengen gedacht, etwa für Familienfeste oder Gäste.

Bezug zum Test: Nein – von Russell Hobbs war nur das Modell Cook@Home 19750-56 im Test.

Passt zu: Große Runden, Feiern, wer selten, aber dann viel Reis kocht.

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Reissorten und Wassermenge

Der häufigste Grund für matschigen oder harten Reis ist nicht das Gerät, sondern die Wassermenge. Reiskocher arbeiten nach dem Quellverfahren: Der Reis nimmt das gesamte Wasser auf, ein Thermostat schaltet ab, sobald kein freies Wasser mehr im Topf ist. Deshalb musst du die Menge passend zur Sorte wählen. Die Markierungen im Innentopf gelten meist für weißen Reis.

ReissorteReis : Wasser (nach Volumen)Hinweis
Basmati1 : 1,25 bis 1 : 1,5vorher waschen, bis das Wasser klar ist; danach 5–10 Minuten ziehen lassen
Jasmin1 : 1,2 bis 1 : 1,3klebt leicht, weniger Wasser als Basmati
Sushi-Reis1 : 1,1 bis 1 : 1,2gründlich waschen, 30 Minuten quellen lassen, danach würzen
Parboiled-Langkorn1 : 1,75 bis 1 : 2verzeiht Fehler, bleibt körnig
Vollkornreis1 : 2 bis 1 : 2,5braucht deutlich länger; Programmgeräte haben eine eigene Stufe
Milchreis1 : 4 bis 1 : 5 (Milch)schäumt und kocht leicht über – nur in Geräten mit Milchreis-Programm

Die Werte sind Richtwerte aus gängigen Kochanleitungen. Was in der Bedienungsanleitung deines Geräts steht, hat Vorrang, denn Topfform und Heizleistung unterscheiden sich. Die Stiftung Warentest hat übrigens genau diesen Punkt geprüft: Erst wurde nach Anleitung gekocht, dann mit angepassten Reis-Wasser-Verhältnissen. Notiere dir beim neuen Gerät die ersten zwei, drei Durchgänge, dann hast du deine Werte.

Brokkoli, Möhren oder Fisch im Dampfeinsatz garen gleichzeitig mit dem Reis. Im Test blieb der Brokkoli nur bei einem Teil der Geräte knackig und grün. Lege empfindliches Gemüse deshalb erst in den letzten 10 bis 15 Minuten auf.

Stromkosten: Reiskocher oder Topf?

Die Stiftung Warentest hat den Stromverbrauch für zweimal 200 Gramm Reis pro Woche inklusive Standby gemessen und mit dem Kochtopf verglichen. Die einzelnen Messwerte sind kostenpflichtig. Mit einer offenen Beispielrechnung kannst du die Größenordnung aber selbst abschätzen:

Beispielrechnung (200 g Reis)Energie pro Durchgangpro Jahr (104 Durchgänge)Kosten bei 0,35 €/kWh
Reiskocher, ca. 300 W, 25 Min. Garen + 30 Min. Warmhaltenca. 0,15 kWhca. 16 kWhca. 5,50 €
Topf auf Ceran- oder Elektroherd, Aufkochen + 15 Min. Quellenca. 0,20–0,25 kWhca. 21–26 kWhca. 7,30–9,10 €
Zusätzlich: Standby eines Digitalgeräts mit 1 W, das ständig eingesteckt ist–ca. 9 kWhca. 3,10 €

Die Zahlen sind grobe Annahmen (Leistung laut typischen Herstellerangaben, Garzeit für weißen Reis), keine Messwerte. Sie zeigen aber zwei Dinge: Ein Reiskocher spart gegenüber dem Topf ein paar Euro im Jahr, und ein Digitalgerät mit dauerhaftem Standby kann diesen Vorteil zum Teil wieder auffressen. Zieh den Stecker oder nutze eine schaltbare Steckdosenleiste, wenn dein Gerät ein Display hat. Wer Reis lange warmhält, verbraucht ebenfalls mehr – Warmhalten über Stunden ist auch geschmacklich keine gute Idee, weil der Reis austrocknet.

Arsen im Reis: was der Reiskocher ändert

Reis nimmt aus Boden und Wasser mehr Arsen auf als andere Getreide. Die Stiftung Warentest hat in einer eigenen Untersuchung von Reisprodukten Arsen in jedem Produkt nachgewiesen. Bio- oder Vollkornreis ist dabei nicht automatisch weniger belastet, im Gegenteil: In der Randschicht von Vollkornreis sitzt eher mehr.

Hier kommt ein Punkt, den kaum ein Reiskocher-Vergleich erwähnt: Weil der Reiskocher nach dem Quellverfahren arbeitet, bleibt das aus dem Korn gelöste Arsen im Topf und wird mitgegessen. Beim Kochen in viel Wasser, das anschließend abgegossen wird, gelangt dagegen ein Teil des Arsens ins Kochwasser. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nennt deshalb als Tipps: Reis vor dem Kochen gründlich waschen und in reichlich Wasser garen, das abgegossen wird.

Was das praktisch heißt: Für Erwachsene, die abwechslungsreich essen, ist das kein Grund gegen einen Reiskocher. Wasche den Reis vorher mehrmals, bis das Wasser klar bleibt – das entfernt einen Teil der Belastung und verbessert die Konsistenz. Wenn kleine Kinder regelmäßig viel Reis essen, kannst du zwischendurch im Topf mit viel Wasser kochen und abgießen und bei Getreidebeilagen abwechseln.

Zur Lagerung: Gekochter Reis kann Sporen des Bakteriums Bacillus cereus enthalten, die das Kochen überstehen. Lässt du Reis lange lauwarm stehen, können sich die Bakterien vermehren. Reste deshalb zügig abkühlen lassen, in den Kühlschrank stellen und innerhalb von ein bis zwei Tagen gut durcherhitzt essen. Die Warmhaltefunktion ist für die Zeit bis zum Essen gedacht, nicht als Aufbewahrung über Stunden.

Heiße Deckel: worauf du beim Kauf achten solltest

Drei der 13 Geräte im Test waren mangelhaft, weil berührbare Teile wie der Deckel oder der Deckelgriff zu heiß wurden. Bei einem trat zusätzlich heißer Dampf genau an der Taste aus, mit der man den Deckel öffnet. Da die Noten kostenpflichtig sind, kannst du die Geräte nur über test.de zuordnen. Diese Merkmale helfen dir aber bei jedem Modell:

Lies vor dem Kauf zusätzlich die Kundenbewertungen gezielt nach den Stichworten „heiß“, „Dampf“ und „Deckel“. Wiederholte Hinweise auf einen heißen Griff sind ein deutliches Warnsignal.

Reinigung: was wirklich in die Spülmaschine darf

Der Innentopf ist bei den meisten Geräten herausnehmbar. Ob er in die Spülmaschine darf, steht in der Anleitung – bei beschichteten Töpfen raten viele Hersteller davon ab, weil aggressive Spülmittel die Beschichtung angreifen. Weiche den Topf nach dem Essen kurz ein, dann löst sich auch die dünne Reiskruste am Boden. Diese Schicht ist normal: Die Stiftung Warentest beobachtete sie bei den meisten Geräten, bei guten blieb sie weiß bis leicht gelblich.

Wichtiger als der Topf ist der Deckel: Unter der Dichtung und im Dampfventil sammeln sich Stärke und Feuchtigkeit. Nimm abnehmbare Innendeckel und Ventile regelmäßig ab und spüle sie. Das Gehäuse mit der Heizplatte darf nie ins Wasser. Lass das Gerät nach dem Spülen offen trocknen, damit sich kein Geruch bildet.

Reiskocher, Topf oder Multikocher?

Ein Reiskocher lohnt sich, wenn du mindestens zweimal pro Woche Reis isst. Er gart ohne Aufsicht, brennt nicht an und hält warm. Wer nur gelegentlich Reis kocht, ist mit einem guten Topf und dem Quellverfahren ebenfalls gut bedient. Multikocher und Schnellkochtöpfe können Reis auch, sind aber größer und teurer. Und wer viel Gemüse dämpft und Beilagen vorbereitet, findet in unserem Ratgeber zur Heißluftfritteuse nach Stiftung Warentest das passende zweite Gerät, etwa für Gemüse und Tofu als Bowl-Topping.

Häufige Fragen

Welche Reiskocher waren bei der Stiftung Warentest 5/2026 im Test?

13 Geräte: Cosori CRC-R501-KEU, Gastroback Design 42507, Gourmetmaxx 14655, Koenic KRI 350225, Panasonic SR-DA152KXE, Philips 3000 Series Mini HD3091/80, Reishunger Basis 1,2 l, Reishunger Digitaler Reiskocher 1,5 l, Remo 6089400, Rommelsbacher MRK650, Russell Hobbs Cook@Home 19750-56, WMF Küchenminis 0415260011 und Xiaomi MFB090-1. Die Noten sind bei test.de kostenpflichtig.

Wie viele Reiskocher waren gut?

Laut Stiftung Warentest garen sechs der 13 Geräte den Reis gut. Drei sind wegen Sicherheitsmängeln mangelhaft, weil ihr Deckel sehr heiß wird; bei einem tritt zusätzlich Dampf an der Öffnungstaste aus.

Wie groß muss mein Reiskocher sein?

Rechne mit 100 bis 125 Gramm Rohreis pro Person und Hauptgericht. Für eine Person reicht ein Mini-Gerät um 0,6 bis 1 Liter, für zwei 0,8 bis 1,2 Liter, für drei bis vier 1,5 bis 1,8 Liter und für Familien oder Meal-Prep ein Gerät ab 1,8 Liter.

Brauche ich einen Reiskocher mit Programmen?

Für weißen Reis nicht. Programme helfen bei Vollkorn-, Sushi- und Milchreis und bieten oft eine Startzeitvorwahl. Achte bei Digitalgeräten auf den Standby-Verbrauch.

Spart ein Reiskocher Strom?

Etwas. Nach einer groben Beispielrechnung braucht ein Reiskocher für 200 Gramm Reis rund 0,15 kWh, ein Topf auf dem Elektroherd 0,20 bis 0,25 kWh. Ständiger Standby bei Digitalgeräten kann den Vorteil teilweise aufheben.

Ist Reis aus dem Reiskocher stärker mit Arsen belastet?

Der Reiskocher gart nach dem Quellverfahren, das Kochwasser wird nicht abgegossen. Dadurch bleibt mehr Arsen im Reis als beim Kochen in viel Wasser. Gründliches Waschen vor dem Kochen senkt die Belastung etwas.

Weiterlesen

Quellen: Stiftung Warentest, „Reiskocher im Test“, test 5/2026, veröffentlicht am 28.04.2026, frei zugängliche Angaben auf test.de (Testliste, Prüfkriterien, Gewichtung); Bundesinstitut für Risikobewertung, Verbraucherhinweise zu Arsen in Reis; Hersteller- und Händlerangaben der genannten Geräte, abgerufen im Oktober 2026. Strom- und Portionswerte sind redaktionelle Richtwerte, keine Messungen.

Alle Küchengeräte im Überblick →