Für zwei Personen oder für zehn, mit Steinplatte oder Grillplatte, als Kombigerät mit Fondue: Diese drei Fragen entscheiden über den Kauf. Dazu die Antworten auf die Klassiker — wie viel Käse pro Person und welche Kartoffeln passen.
Transparenzhinweis: Wir führen keine eigenen Produkttests durch. Dieser Ratgeber wertet öffentlich zugängliche Hersteller- und Händlerangaben sowie die Veröffentlichung der Stiftung Warentest aus und ordnet sie redaktionell ein. Eigene Messwerte oder Noten vergeben wir nicht.
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Raclette-Geräte werden nach der Zahl der Pfännchen verkauft, und diese Zahl entscheidet über alles andere — Größe, Leistung, Platzbedarf auf dem Tisch und Preis. Wer zu groß kauft, heizt eine halbleere Platte; wer zu klein kauft, hat hungrige Gäste, die warten.
Faustregel: Ein Pfännchen pro Person ist das Minimum, zwei sind bequemer — dann kann eines im Ofen sein, während das andere belegt wird. Einige Geräte lassen sich deshalb erweitern.
Oben auf dem Gerät liegt entweder eine beschichtete Metallplatte, ein Naturstein oder beides nebeneinander. Der Unterschied ist größer, als er aussieht.
| Oberfläche | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|
| Antihaft-Grillplatte | Heizt schnell auf, braucht kein Fett, lässt sich leicht abwischen, oft spülmaschinengeeignet | Beschichtung ist empfindlich gegen Metallwender, hält nicht ewig |
| Naturstein (heißer Stein) | Speichert Hitze und gibt sie gleichmäßig ab, gut für Fleisch und Garnelen, keine Beschichtung, die abplatzen kann | Braucht 15 bis 25 Minuten Vorheizzeit, ist schwer, darf nur trocken und schonend gereinigt werden |
| Beides geteilt | Stein für Fleisch, Platte für Gemüse und Eier — der praktische Kompromiss | Jede Fläche ist kleiner, bei vielen Gästen wird es eng |
Wichtig beim Naturstein: Er wird sehr heiß, kühlt aber auch langsam ab. Nie mit kaltem Wasser abschrecken, sonst kann er springen. Und niemals in die Spülmaschine — abkühlen lassen, trocken abbürsten, Reste mit wenig Wasser lösen.
Der Raclette-Test der Stiftung Warentest erschien am 13. Dezember 2019 in der Ausgabe 12/2019. Geprüft wurden zwölf Raclettes mit Tischgrill von Clatronic, Cloer, Küchenprofi, Rosenstein & Söhne, Real Alaska, Rommelsbacher, Severin, Steba, Stöckli, Tefal, Trisa und WMF — in einer Preisspanne von 40 bis 380 Euro. Einen neueren Test gibt es bislang nicht.
Die frei einsehbaren Kernaussagen sind für den Kauf aufschlussreicher als jede Note:
Die Einzelurteile sind kostenpflichtig auf test.de abrufbar; wir geben sie hier bewusst nicht wieder. In den Auswertungen der Fachpresse wird der Rommelsbacher RC 1600 als Testsieger genannt — bitte im Zweifel direkt bei test.de gegenprüfen, Ergebnisse können sich ändern.
Für die Praxis heißt das: Wer nur Käse überbacken will, kann fast blind kaufen. Wer den Grill wirklich nutzen möchte, sollte auf eine massive Platte, ausreichend Leistung und eine regelbare Temperatur achten.
Alle Angaben stammen von den Herstellern beziehungsweise aus den Amazon-Produktangaben, abgerufen am 25. September 2026. Sortiert von klein nach groß.

Mit 400 Watt heizt das Gerät laut Hersteller zügig auf und verteilt die Hitze gleichmäßig. Die Antihaftoberfläche erleichtert die Reinigung — das ist bei einem Gerät, das man spontan für einen Abend zu zweit hervorholt, der entscheidende Punkt.
Wer regelmäßig Gäste hat, greift besser zu einer größeren Variante: Nachlegen dauert hier länger als das Essen. Für Wohnungen mit wenig Stauraum und für Paare ist es aber genau richtig dimensioniert.
Die vernünftige Wahl, wenn das Raclette wirklich nur zu zweit läuft. Herstellerangaben, keine eigene Messung.

Mit 1,4 Kilogramm ist das Gerät leicht genug, um es im Schrank ganz nach oben zu stellen — ein banaler, aber im Alltag entscheidender Punkt, denn ein Raclette steht elf Monate im Jahr herum.
600 Watt sind für vier Pfännchen ausreichend, um Käse zügig zu überbacken. Die Grillfläche darüber ist klein; sie hält warm und bräunt leicht, ein Steak brät man darauf nicht. Genau davor warnt auch der Test der Stiftung Warentest bei kleineren Geräten.
Solide Grundausstattung für vier Personen, wenn der Fokus klar auf dem Käse liegt. Herstellerangaben, keine eigene Messung.

Die 870 Watt sind für diese Klasse überdurchschnittlich, die Temperatur lässt sich variabel einstellen. Damit ist das Gerät eines der wenigen kleinen Raclettes, auf dem oben tatsächlich etwas brät und nicht nur warm wird.
Der zweite Unterschied ist das Material: Edelstahl statt lackiertem Kunststoff. Das wiegt etwas mehr, sieht auf einem gedeckten Tisch aber deutlich ruhiger aus und ist unempfindlicher gegen Kratzer. Pfännchen und Platte sind laut WMF spülmaschinengeeignet.
Der Aufpreis gegenüber Kunststoffgeräten geht in Leistung und Material — sinnvoll, wenn das Raclette häufiger läuft. Herstellerangaben, keine eigene Messung.

Zwei Details heben dieses Gerät ab. Erstens das Parkdeck: eine Ablage für heiße Pfännchen, die sonst auf dem Tisch oder auf dem Teller landen. Zweitens die Erweiterbarkeit — das Konzept „fun for 4+4“ erlaubt es, zwei Geräte zu koppeln, wenn die Runde größer wird.
Die massive Alu-Druckguss-Platte ist genau das, was der Test der Stiftung Warentest bei vielen anderen Geräten vermisst hat: Sie speichert genug Hitze, um oben wirklich zu grillen, statt nur warmzuhalten. Die stufenlose Regelung hilft, den Käse zu überbacken, ohne ihn zu verbrennen.
Die Einzelnote des Tests steht kostenpflichtig auf test.de. Dass der RC 1600 in mehreren Auswertungen als Testsieger genannt wird, ersetzt keine eigene Prüfung — wir geben es hier nur als Hinweis weiter.
Für die klassische Acht-Personen-Runde das rundeste Gerät dieser Auswahl. Herstellerangaben, keine eigene Messung.

Die geteilte Fläche ist der praktische Kompromiss aus dem Abschnitt weiter oben: Fleisch und Garnelen auf den Stein, Gemüse, Eier und Halloumi auf die Platte. Die Saftrinne fängt auf, was sonst auf dem Tisch landet.
Wer den Stein nutzt, sollte 15 bis 25 Minuten Vorheizzeit einplanen und ihn nach dem Essen vollständig abkühlen lassen. Die Temperatur ist variabel regelbar, was beim Wechsel zwischen Käse und Fleisch hilft.
Die naheliegende Wahl, wenn in der Runde sowohl überbacken als auch gegrillt wird. Herstellerangaben, keine eigene Messung.

Severin gibt die Grillfläche mit 42 × 21 Zentimetern an — großzügig für acht Personen. Der Stein arbeitet ohne jede Beschichtung, kann also auch nach Jahren nicht abplatzen. Das ist der Hauptgrund, warum viele Haushalte beim Stein bleiben.
Der Preis dafür ist Geduld: Aufheizen dauert, und die Reinigung erfolgt trocken. Wer beides einkalkuliert, bekommt eine Fläche, die auch dann heiß bleibt, wenn acht Leute gleichzeitig auflegen.
Die klassische Steinvariante für große Runden. Herstellerangaben, keine eigene Messung.

Interessant ist hier die Beschichtung: WMF gibt sie als PTFE-, BPA- und PFOA-frei an. Wer beschichtetes Kochgeschirr grundsätzlich meiden möchte, aber keinen Stein will, findet hier die Alternative.
Mit 1.500 Watt gehört das Gerät zu den leistungsstärkeren, laut Hersteller heizt die Platte dadurch schneller auf. Das Ablagefach unter dem Grill nimmt Pfännchen und Schieber auf — praktisch für die elf Monate, in denen das Gerät im Schrank steht.
Für alle, die auf klassische Antihaftbeschichtung verzichten wollen. Herstellerangaben, keine eigene Messung.

Zehn Pfännchen bedeuten in der Praxis: ein Gerät für die große Familienrunde oder den Silvesterabend. Das zwei Meter lange, abnehmbare Kabel ist dabei kein Detail am Rande, denn bei großen Tafeln liegt die Steckdose selten in Reichweite.
Das Thermo-Signal nimmt die Unsicherheit beim Vorheizen — man legt auf, wenn die Platte wirklich bereit ist. Wer weniger Gäste hat, sollte trotzdem kleiner kaufen: Eine halb belegte Platte heizt den Raum, nicht das Essen.
Sinnvoll ab etwa acht Personen aufwärts, sonst überdimensioniert. Herstellerangaben, keine eigene Messung.

Kombigeräte lösen ein reales Platzproblem: Statt zweier Geräte, die beide elf Monate im Schrank stehen, steht dort nur eines. Im Fonduetopf lassen sich laut WMF Öl oder Brühe erhitzen, also Fleischfondue ebenso wie die leichtere Brühevariante.
Der Nachteil von Kombigeräten ist immer derselbe: Man kocht nacheinander, nicht gleichzeitig, und der Aufbau braucht mehr Tischfläche. Wer ohnehin nie Fondue macht, fährt mit einem reinen Raclette günstiger.
Die Lösung für Haushalte, in denen beides gefragt ist und der Stauraum knapp. Herstellerangaben, keine eigene Messung.

Das häufigste Ärgernis nach einem Raclette-Abend ist nicht das Spülen, sondern der Geruch: Käse und gebratenes Fleisch hängen am nächsten Tag noch in Vorhängen und Polstern. Genau dort setzt dieses Gerät an, indem es die Dämpfe direkt an der Platte absaugt und filtert.
Die Platte misst 30 × 30 Zentimeter, die Beschichtung ist keramisch und laut Hersteller PFAS-frei, gesteuert wird digital. Der Filter ist ein Verschleißteil — vor dem Kauf lohnt der Blick auf Preis und Verfügbarkeit der Ersatzfilter.
Interessant für offene Wohnküchen und kleine Wohnungen. Herstellerangaben, keine eigene Messung.

Pfännchen sind das Verschleißteil am Raclette. Sie verziehen sich, wenn sie zu heiß werden, und die Beschichtung leidet unter Metallschiebern und Spülmaschine. Ein Ersatzsatz kostet einen Bruchteil eines neuen Geräts.
Vor dem Kauf messen: Das genannte Maß ist zwar verbreitet, aber nicht genormt. Wer ein älteres oder ein besonders kompaktes Gerät hat, sollte die vorhandenen Pfännchen nachmessen, bevor er bestellt.
Der günstigste Weg, ein funktionierendes Gerät zu retten. Herstellerangaben, keine eigene Messung.
Beides sind Tischgerichte, bei denen jeder selbst zubereitet, und beide stammen aus dem Alpenraum. Der Unterschied liegt in der Technik.
| Raclette | Fondue | |
|---|---|---|
| Prinzip | Käse und Zutaten werden im Pfännchen unter einer Heizspirale überbacken | Zutaten werden in heißem Öl, Brühe oder geschmolzenem Käse im Topf gegart |
| Tempo | 3 bis 6 Minuten pro Pfännchen, jeder hat seins | Fleisch in 1 bis 3 Minuten, alle teilen sich den Topf |
| Aufwand | Viel Vorbereitung in Schüsseln, wenig Risiko | Weniger Schüsseln, dafür heißes Fett am Tisch |
| Mit Kindern | Unproblematisch, Pfännchen sind heiß, aber handhabbar | Heißes Öl erfordert Aufsicht; Brühe ist die entspanntere Variante |
Wer beides mag, muss sich nicht entscheiden: Kombigeräte wie die WMF Lumero weiter oben bringen Raclette, Fondue und Grill in einem Gehäuse unter.
Der klassische Raclettekäse ist ein halbharter Schnittkäse aus Kuhmilch, der beim Schmelzen cremig wird und nicht ölt. Im Supermarkt gibt es ihn in Scheiben, an der Käsetheke am Stück oder als halben Laib zum Abschaben.
Ein Raclette-Abend scheitert selten am Gerät und oft an der Vorbereitung. Diese Grundausstattung deckt fast jeden Geschmack ab:
Mengenplanung: etwa 200 Gramm Beilagen pro Person zusätzlich zum Käse, plus zwei bis drei Kartoffeln. Wer viel schnippeln muss, ist mit einem scharfen Messer-Set schneller fertig als mit jedem Küchenhelfer.
Wer sich fragt, worauf man beim Belegen achten sollte: Alles, was in drei bis sechs Minuten gar wird, funktioniert. Diese Kombinationen sind erprobt und brauchen keine Rezepte:
Eine Empfehlung am Rande: Es gibt auch Raclette ohne Strom — kleine Tischöfen, die mit Teelichtern oder Kerzen arbeiten. Sie sind hübsch, für einen echten Raclette-Abend aber zu schwach und zu langsam; für zwei Personen und ein bisschen Käse reichen sie. Und wer nach einem Raclette mit Dunstabzug sucht: Das sind Geräte mit integriertem Umluft-Filter wie das Severin-Modell weiter oben.
Die Größe entscheidet, nicht die Marke. Zu zweit reicht ein Mini-Gerät, für vier Personen ist ein kompaktes Modell mit ordentlicher Leistung die richtige Wahl, und für acht Personen lohnt sich der Griff zu einem Gerät mit massiver Platte und regelbarer Temperatur — denn nur dort funktioniert das Grillen wirklich, wie der Test der Stiftung Warentest deutlich gemacht hat.
Steinplatte oder Grillplatte ist Geschmackssache: Der Stein braucht Vorlauf und Pflege, dafür gibt es keine Beschichtung, die abplatzt. Wer oft und schnell auflegt, ist mit einer guten Antihaftplatte besser bedient. Und wenn die Wohnung offen geschnitten ist, ist ein Gerät mit Filter den Aufpreis womöglich wert.
Wichtiger als jedes Ausstattungsdetail bleibt die Vorbereitung: festkochende Kartoffeln, 200 bis 250 Gramm Käse pro Person und genug Saures auf dem Tisch.
Das hängt an der Rundengröße. Für zwei Personen reicht ein Mini-Gerät, für vier ein kompaktes Modell, für acht eines mit massiver Grillplatte und regelbarer Temperatur. Stiftung Warentest prüfte im Dezember 2019 zwölf Geräte: Käse schmelzen konnten alle, gut grillen nur fünf. Die Einzelurteile sind kostenpflichtig auf test.de abrufbar.
Etwa 200 bis 250 Gramm, wenn der Käse im Mittelpunkt steht. Mit viel Fleisch, Garnelen und Gemüse als Beilage reichen 150 bis 200 Gramm pro Person.
Festkochende. Mehligkochende Kartoffeln zerfallen im Pfännchen und unter dem geschmolzenen Käse. Am besten am Vortag kochen und kalt schneiden.
Der Naturstein speichert Hitze und gibt sie gleichmäßig ab, braucht aber 15 bis 25 Minuten Vorheizzeit und darf nur trocken gereinigt werden. Die beschichtete Grillplatte ist sofort einsatzbereit und leicht zu reinigen, ihre Beschichtung ist jedoch empfindlich.
Beim Raclette überbackt jeder sein eigenes Pfännchen unter einer Heizspirale. Beim Fondue garen alle ihre Zutaten gemeinsam in einem Topf mit heißem Öl, Brühe oder geschmolzenem Käse. Kombigeräte bieten beides in einem Gerät.
Während des Essens ein Fenster kippen und danach kräftig stoßlüften; Textilien in Tischnähe am nächsten Tag auslüften. Geräte mit integriertem Umluft-Filter saugen die Dämpfe direkt an der Platte ab und reduzieren das Problem.
Mehr Küchengeräte im Vergleich:
Quellen: Stiftung Warentest, „Raclette-Grills im Test“ (Ausgabe 12/2019, veröffentlicht am 13.12.2019), abrufbar auf test.de; Hersteller- und Händlerangaben der genannten Geräte, abgerufen am 25. September 2026. Alle Angaben nach bestem Wissen — für die vollständigen Einzelergebnisse bitte test.de gegenprüfen.
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